…………. Ein dynamischer Fünfziger

26. März 2017 | Von | Kategorie: Allgemein

ÖBV-1Bericht von …………………………………….. Bernhard Paumann

Man glaubt es kaum, der ÖBV Theater – 1967 als Österreichischer Bundesverband für Schulspiel, Jugendspiel und Amateurtheater gegründet – ist in die stattlichen Jahre gekommen. Und so machte sich ein stattliches Trüppchen von Oberösterreicherinnen und Oberösterreichern auf nach Graz, um dem Jubilar die nötige Referenz zu erweisen und das Fest würdig zu begehen.

Vorerst wurde noch in einer Generalversammlung Gerhard Koller als Präsident wiedergewählt (nach 10 Jahren voll Höhen und Tiefen, voller Kämpfe ums Budget, voller Ideen für neue Projekte).

Die Geschäftsführerin Isabella Suppanz hatte keine Mühe gescheut, um ein beeindruckendes Fest zu gestalten. Im Dom im Berg, einer wahrlich beeindruckenden Kulisse, begann die Jubiläumsveranstaltung mit der schwungvollen Moderation durch Thomas Vollmann mit der anschließenden Ehrung des Brandluckner Huabn-Theaters aus der Steiermark und des Seniorentheaters Die Herbstzeitlosen aus Wien mit dem heimlichen Oskar, dem Applaus(Award). Die überlange Inszenierung der  Rabtaldirndln mit ihrem heute nicht mehr ganz zeitgemäßen Bracchial-Feminismus konnte nicht alle überzeugen.

In der viel zu kurzen Buffet-Pause wurde doch so manche Mini-Konversation mit den „Urgesteinen“ des ÖBV aufgenommen. Da erschienen die „Schulspielgötter“ Horst Goldemund, Charlie Widner, Gerry Kraus, Charly Eigenbauer und Erich Hofbauer sowie Gertraud Wendelin und Brigitte Pendl, da tauchte mit geschientem Arm die „Grande Dame“ des ÖBV, Irene Turin, auf sowie der Volkstheaterzampano Ekkehard Schönwiese, der „theatrale Außenminister“ Jozo Hollos und die langjährige ÖBV-Kassierin Anita Koplinger. Der rüstige 90er Prof. Helmut Ortner verstärkte die Riege der Altvorderen.

Die anschließende Impro-Show mit den Impro X Revivals aus Wien, den Ungezähmten aus OÖ, den Peace Babies aus Graz und Kräutersalz aus Deutschlandsberg mit dem Musiker Michael Brantner wirkte etwas mau.

Das Gössnitzer Gaststubentheater brachte mit Roseggers „Erdsegen“ eine für einen kleinen Raum beeindruckende Produktion, sie wirkte aber in diesem Rahmen zu doch schon fortgeschrittener Stunde in der Gesamtlänge unter dem Wert geschlagen.

Die nachfolgende DJ-Line mit den Soulbrüdern Ed Hauswirth und Matze war nur mehr etwas für Hardcore-Theaterer. Das mit so viel Engagement und Herzblut ausgerichtete Fest wäre noch besser gelungen bei deutlicher Straffung und mehr Zeit für Geplauder, Erinnerungen und nostalgischem Schwelgen (wozu feiert man denn sonst ein Jubiläum?).

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