Bühne frei für die nächsten „Musical-Stars“…..

12. April 2017 | Von | Kategorie: Allgemein

Musicalseminar………. hieß es von 17. – 19. März beim MUSICAL-WORKSHOP  in Schloss Zell an der Pram.

17 TeilnehmerInnen im Alter zwischen 13 und 60+ wollten ein Wochenende lang ausprobieren, wie es ist, wenn man nicht „nur“ als SchauspielerIn auf der Bühne steht, sondern dazu noch eine Handlung oder ein Gefühl musikalisch ausdrücken soll.

Raimund Stangl, Sänger, Schauspieler und Regisseur verstand es großartig, uns die Grundlagen des Musiktheaters näher zu bringen! Unterstützung bekam er davon von dem wunderbaren Korrepetitor Günter Wagner, der uns mit seiner einfühlsamen Klavierbegleitung durch die Musikstücke „trug“.

Aber mal der Reihe nach….

Am Freitag lernten wir uns gegenseitig und jeder für sich die eigene Stimme durch Kennenlern- und Auflockerungsspiele, Stimm- und Konzentrationsübungen kennen. Dann ging es gleich an die Arbeit, zwei anspruchsvolle Chornummern einzustudieren. Raimund hat uns dabei nicht geschont!
Der Samstag stand im Zeichen von Stimmbildung, Einzelkorrepetition und Einstudierung der einzelnen Musiknummern. Der Bogen dafür war weit gespannt von Couplet über klassische und moderne Musicalnummern bis hin zu neuen Popsongs. Wir tauchten also ebenso in die Welt von Mozart, Elisabeth, Rebecca, Tarzan, Annie, Sister Act, Cabaret, Frozen, Jesus Christ Superstar ein wie in die Musik von Hugo Wiener, Sting oder Rag’N’Bone Man.

Beim sogenannten „Staging“ lehrte uns Raimund geschickt, sich für jede darzustellende Figur ein Gefühl und eine Geschichte vorzustellen. Durch Mimik und Gestik kann man eine imaginäre Welt entstehen lassen, die das Publikum wie durch ein Wunder auch sehen kann. Das ist die Magie des (Musik)-Theaters! Mit einfachsten Mitteln erschufen wir jeweils eine neue, phantastische Welt! So wurde aus der Bühne einmal ein Dschungel, ein Andermal ein Kaffeehaus, eine vereiste Landschaft oder eine hektische Straße, um nur einige Szenierien zu nennen.

Und wer denkt, dass wir nach dieser intensiven Probenzeit gleich schlafen gegangen sind, irrt gewaltig! Nach dem Abendessen wurde mit Unterstützung eines zufällig auch dort eingemieteten Blasmusikvereins bis spät in die Nacht weitergesungen und musiziert.

Am Sonntag bekamen die einzelnen Musiknummern noch ihren Feinschliff, dann ging es zur Aufführung. Wer schon einmal in dem wundervollen Barocksaal des Schlosses mit seiner tollen Akustik auf der Bühne gestanden ist, kann sich vorstellen, was das für ein tolles Gefühl für uns alle war.

Der allgemeine Tenor lautete: Wir wollen mehr! Am besten gleich für zwei Wochenenden! Wenn man einmal für das Musical-Genre Feuer gefangen hat, lässt es einen so schnell nicht wieder los!

Und wer weiß, vielleicht gibt es demnächst auf der einen oder anderen Amateurtheaterbühne Oberösterreichs eine Musicalproduktion zu sehen und zu hören! Man darf gespannt sein!

Julia Beyerl vom Perger Theater

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