Wer ist hier eigentlich verrückt?

5. November 2017 | Von | Kategorie: Rezensionen

Wartberg

Rezension von ………………………… Hermine Touschek

Eine schwierige Frage, der das Theater am Wartberg mit ihrer heurigen Produktion nachgeht.
Am 3. November hatte „Neurosige Zeiten“ von Winnie Abel unter der Regie von Andrea Schnitt Premiere.

Wie empfängt man Besuch in einer Nervenheilanstalt, ohne dass der Besuch merkt, dass er sich in einer solchen Anstalt befindet?
Agnes Adolon (Daniela Hofstadler) Spross einer reichen Hoteldynastie, ist in der Wohngruppe einer Nervenheilanstalt untergebracht – ihre Mutter (Maria Knierzinger) darf davon aber nichts erfahren. Als diese spontan ihren Besuch anmeldet, müssen ihre skurrilen Mitbewohner nun versuchen, wie ganz normale Menschen zu wirken. Kurzerhand müssen die Mitbewohner aus der skurrilen Psychiatrie-Wohngruppe nun versuchen, wie ganz normale Menschen zu wirken.
Und so nimmt das wahnwitzige Verwechslungsspiel seinen Lauf: Der zwangsneurotische Hans (Stefan Reichör) muss den Lebenspartner mimen, die wahnhafte Marianne (Herta Hemmelmayr) sich als Haushälterin ausgeben, und der menschenscheue Willi (Herbert Schwarzer) soll den ganz normalen Hausmeister spielen. Aus diesem schwierigen Unterfangen ergeben sich natürlich Irrungen und Verwirrungen.

Durch gut besetzte spleenigen Figuren überzeugt das Stück mit Sprachwitz und Situationskomik das Publikum und erinnert etwas an Pension Schöller. Gutes Timing und große Spielfreude tragen zum Gelingen der Verwechslungskomödie bei. Ein Klasse für sich ist Maria Knierzinger als Cécile Adolon, die letztendlich selbst in der Zwangsjacke endet.

Noch zu sehen am:
10., 11., 15., 17. November jeweils um 19.30 Uhr
und am 12. November um 17.00 Uhr

http://www.theater-am-wartberg.at/ueber_uns.php?ref=produktionen&play_id=26

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